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Geschichte
Orden
Das Wort Orden wurde vom lateinischen "ordo"
entlehnt, wo es "Reihe, Odnung; Rang, Stand" bedeutet
und "eine nach bestimmten Regeln lebende religiöse
oder weltliche Gemeinschaft" bezeichnet.
Soweit es möglich ist, Orden zu klassifizieren,
kann man die folgenden Kategorien aufstellen:
- Die wichtigsten Orden der Christenheit,
wie zum Bespiel der Orden vom Goldenen Vlies (Toisòn
de Oro) in Österreich und Spanien, der Orden Annunziata
(Angekündigten) in Italien, der des Schwarzen Adlers
(Preussen), der St. Andreas-Orden in Russland, der Elefanten-Orden
in Dänemark und der Hosenbandorden (GB).
- Die Familienorden für Angehörige
der könglichen Familie oder Prinzen und Prinzessinnen
sowie für Persönlichkeiten, die sich durch ihren
Dienst am Königshaus grosse Verdienste erworben haben,
z.B. der Royal Victorian Orden (GB), der der Hohenzollern
(Preussen), St. Hubertus Orden (Wittelsbacher).
- Orden, die für militärische
und zivile Verdienste verliehen wurden, z.B. den Bath- und
Verdienstorden (GB), den Roten-Adler-Ordne und den Pour
le Mérit (Preussen) und die Ehrenlegion (Fankreich).
Nach katholischem Kirchenrecht sind Orden
klösterliche Gemeinschaften. Die Mitglieder des Ordens
legen die drei Gelübde des Gehosams, der Armut und der
Keuschheit ab und leben uner einem gemeinsamen Oberen und
nach einer gemeinsamen Lebensordnung (Regel, Konstitution).
Nach ihren Mitgliedern unterscheidet man männliche und
weibliche Orden, Priester- und Laienorden. Die Anfänge
des Ordenslebens liegen im Asketentum der alten Kirche.
Im weiteren Sinne sind Orden Vereinigungen,
deren Mitglieder mit bestimmten Zielen bzw. Aufgaben nach
festgesetzten Regeln leben. Im Verlaufe der Jahrhunderte wurde
der Begriff Orden von der Gemeinschaft auf das Abzeichen dieser
Gruppe übertragen.
Weltliche Orden entstanden im hohen Mittelalter
als geistliche Ritterorden. Sie verbanden die Regeln der Mönchsorden
mit dem Kampf des christlichen Ritters gegen die "Ungläubigen".
Bedeutendste Gemeinschaften dieser Art sind Templerorden,
Johanniterorden (Malteser), Deutscher Orden. Die beiden erstgenannten
sind internationale Gemeinschaften, der Deutsche Orden blieb
national gebunden.
Seit dem 14. Jahrhundert entwickelten sich
vorwiegend auf nationaler Grundlage Orden, die an einen Souverän
als Grossmeister (Ordensherr) gebunden und fast stets zahlenmässig
beschränkt waren, so zum Beispiel der Hosenbandorden
in England 1348 sowe der Orden vom Goldenen Vlies in Burgund
1429, der dann von Österreich und Spanien übernommen
wurde.
Vielfach hat sich in diesen Gemeinschaften
gezeigt, dass das Zusammengehörigkeitsgefühl umso
grösser ist, je strenger die Regeln und je grösser
die geforderte Disziplin ist.
Neben diesen - stets einklassigen - Orden
entstanden im 17./18. Jahrhundert militärische Verdienst-
und Tapferkeitsorden wie der Orden des heiligen Ludwig in
Frankreich 1693, der preussische Orden Pour le mérite
1740. Die Französische Revolution wirkte entscheidend
ein auf die Schaffung der Verdienstorden, z.B. die Ehrenlegion
1802, der zunehmend mehr Orden dieser Art auch in anderen
Ländern folgten. Neben diesen Orden gab bzw. gibt es
Hausorden (für Verdienste um das regierende Haus) Damenorden.
Der Internationale St. Hubertus Orden
Der böhmische Reichsgraf Franz Anton
von Sporck gründete im Jahr 1695 den hochadeligen St.
Hubertus Orden, dem unter anderen Kaiser Karl VI. und Prinz
Eugen angehörten. Der Orden hatte eine wechselvolle Geschiche,
und hatte noch bis in das 20. Jahrhundert Besitzungen in Polen.
Die Nationalsozialisten lösten die Vereinigung auf, in
den Kriegswirren gingen auch fast alle Unterlagen verloren.
Der bekannte Grosswildjäger Alber Messany restituierte
am 10. Mai 1950 mit Zustimmung der Österreichischen Bundesregierung
die Konvention als Internationaler St. Hubertus Orden. Seit
damals hat sich der Orden tatsächlich zu einer internationalen
Organisation entwickelt.
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